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Angelabenteuer Ostsee
Einmal im Jahr, im Frühjahr oder
Herbst, wird durch unseren Angelverein eine Angelfahrt an die Ostsee
organisiert.
Besonders interessant ist das
Brandungsangeln in den Abendstunden, aber auch eine Tagesfahrt auf einem
Angelkutter kann sehr erfolgreich sein und es ist für viele Angler eine neue
Erfahrung.
Allgemein sind die Angelmethoden
an der Ostsee ja bekannt. Hier sollen noch einmal persönliche Erfahrungen zur
verwendeten Angelausrüstung, zum Brandungsangeln und den damit verbundenen
Fangergebnissen erläutert werden.
Rutenständer: Der
Rutenständer muss sicherstellen, dass die aufrecht stehende Rute die Spannung
der Festbleimontage problemlos aufnehmen kann und bei Anbissen der Rutenständer
standfest bleibt.
Angelschnur: 0,40 – 0,50
mm monofile Angelschnur, geflochtene Schnur neigte eher dazu
Tang oder Seegras aufzunehmen
oder Schlaufen und Knoten zu bilden.
Angelrolle: möglichst
eine große, stabile Rolle mit einem Fassungsvermögen von ca. 250 m monofile
Schnur mit 0,40 – 0,50 mm Dicke.
Angelrute: Die ideale
Rutenlänge liegt bei 3,90m – 4,10m und einem Wurfgewicht von mindestens 100g
oder mehr.
Grundangelei mit
Festbleimontage, günstig ist ein Bleigewicht mit Brandungskrallen je nach
Windstärke und Windrichtung, mit ca. 80 – 125g Gewicht. Handelsübliche Vorfächer
für die Brandungsangelei können durchaus verwendet werden. Vorfächern mit nur
zwei Haken sollte der Vorzug gegeben werden, Wattwürmer sind nicht gerade
preiswert und drei Haken haben auch nicht mehr Fisch gebracht. Zur
Auftriebsverstärkung sollte je Haken noch eine Auftriebsperle zusätzlich
angebracht werden.
Als Angelköder ist der Wattwurm
absoluter Favorit, weiterhin sind auch der Tobiasfisch, Ringelwurm, Garnelen
oder Muschelfleisch gute Alternativen.
Wichtiges Zubehör wie Kopflampe,
Rutenclip mit Knicklicht (oder Glöckchen) und Wurmnadel sollten nicht vergessen
werden.
Fangmöglichkeiten
(Grundangeln): Dorsch (Sep.- Juni), Flunder (ganzj.), Wittling (Sep.-Juni),
Quappe (Apr.-Mai), Scholle (Juni, Juli),
Fangmöglichkeiten
(Spinnangeln): Hornhecht (Mai), Meerforelle (September), Barsch (Juni)
Standortauswahl:
Steiniger oder felsiger nicht allzu flacher Strandabschnitt oder zwischen den
Buhnenköpfen auf Grund des besseren Futterangebotes von zerbrochenen Muscheln
und Krebsen.
Übrigens, eine Angelfahrt an die
Ostsee muss nicht teuer sein. Wenn 8-12 Angelfreunde in einer
Gemeinschaftsunterkunft (Ferienhaus oder Ferienwohnung) untergebracht sind und
alles weitere wie z. B. Anfahrt und Köderbeschaffung zentral organisiert wird,
liegen die Gesamtkosten bei ca. 110,00 € für 3 Tage an der Ostsee.
Lüdger Roth
Angelverein „Weimarer
Angelfreunde“,
www.weimarer-angelfreunde.de
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